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MAZI TRIUMPHIERT ÜBER HALVAX UND GEWINNT „NEBENBEI“ ST.VEIT OPEN (ENDBERICHT)

Dieses Finish im A-Bewerb wird einigen Spielern und auch Beobachtern hautnah an den Spieltischen bestimmt noch länger in Erinnerung bleiben. In erster Linie wohl den Denksportlern selbst, denn die geistige Anstrengung während der durchschnittlichen Spieldauer von knapp fünf Stunden, war speziell den um den Sieg kämpfenden Georg Halvax, der mit einem halben Zähler Vorsprung in das Schlussgefecht startete, und seinem routinierten Herausforderer IM Leon Mazi, förmlich ins Gesicht gemeißelt.

Sieger des A-Turnieres

Egal, noch einmal setzte sich die Routine des für St. Veit in der Bundesliga spielenden slowenischen Denkers über den vehementen, kecken Ansturm des erst 15-jährigen Halvax knapp durch. Georg, freundlicher und umgänglicher junger Mann aus der Maria Kaderschmiede landete schlussendlich auf Position vier, einen Rang vor seinem – absolut auf Augenhöhe – agierenden jungen Widerpart Daniel Hartl aus Feistritz Paternion, Kärnten. Der spielte praktisch ein gleichwertiges Turnier, erreichte fast mühelos – wie es schien -  am Finaltag die sichere Punkteteilung gegen FM Niko Praznik. Und war eigentlich toll motiviert und fokussiert – trotz des kleinen Nachteils der schwarzen Figuren – praktisch in jeder Situation den vollen Punkt einzufahren. Schwerstarbeit für den am Ende auf Position zwei platzierten Praznik in der Schlussstellung, das war bei der anschließenden Analyse deutlich zu sehen. Die Entwicklung die beide zusammen mit David Wertjanz speziell unter Ex-Nachbundestrainer Mag. Martin Neubauer genommen haben, war schon beachtlich. Jedenfalls passen im Moment viele Strukturen im ÖSB, die Latte für seinen Nachfolger Siegfried Baumegger ist jedenfalls hoch. Die Papierform gewahrt und als bester Kärntner auf das dritte freie Treppchen katapultiert – dank Feinwertung – hat mit einem Schlusssieg noch der Klagenfurter FM Harald Genser. Auch seine Vorwärtsentwicklung ist spürbar und lässt einiges noch hoffen – zumindest sein Nahziel, der internationale Meister, scheint jetzt wohl „reine“ Formsache zu werden.

Von Rang zwei bis acht brachten sieben Aktive jeweils sechs Zähler auf ihr Konto, wurden erst mittels Feinwertung – zweimal sogar Zweitwertung (!) gefiltert. Ausgeglichener geht’s kaum mehr und das halbe Pünktchen Vorsprung des Siegers unterstreicht diese These.
Starkes Lebenszeichen im Finish gesehen noch von der Nationalspielerin und wohl Olympiastarterin ÖM Sonja Sommer und IM Andreas Diermair (6. Rang mit längster Partie und Triumph über Zan Kavcic) am Schlusstag. Fast alle aus dieser Gruppe kämpfen am Ende dieser Woche in Leoben um den österreichischen Staatsmeistertitel. Den Seniorenpreis holte sich das Lienzer Urgestein Alfred Bodner, vor seinem gleichwertigen Alterskollegen und internationalen Fernschachmeister Peter Valent aus St. Veit. Verdiente Preise für die beste Dame gingen jeweils an Sonja Sommer (A.,) und an Sandra Wilfling (B-Gruppe). Sie alle erhielten wertvolle Uhren als Preise. Viele Kategoriepreise rundeten eine „perfekte“ verlängerte Turnierwoche ab.

Bornet zitterte am Ende doch noch um Sieg in der „B-Gruppe“

Sieger des B-Turniers

Um den schon sicher geglaubten Gesamtsieg vor dem Schlusstag des Klagenfurters Rene Bornet in der Spielgruppe B kamen mit der überraschenden Niederlage von ihm gegen seinen Klagenfurter Rivalen Bernhard Saxer noch berechtigte Zweifel auf. Zumal Arthur Sommer aus Ruden im Finish noch einmal kräftig zulegte und seinen zuletzt gezeigten Superlauf in Turnieren prolongieren durfte, überzeugend das Schlussgefecht für sich holt und mit sieben Punkten gleichzog. Das Computerwertungssystem ermittelte doch knapp Bornet vor Sommer, ein Zitterspiel abseits der Bretter. Den dritten Rang, und frenetischer Applaus für ihn bei der Siegerehrung, erntete der herzliche nach Wien abgewanderte Kärntner Herbert Titz. Überraschend bester St. Veiter mit Rang neun – mit einem fulminanten Schlusssieg über Josef Widowitz (Weitensfeld) wurde „knapp“ vor Daniel Knapp, Werner Thallinger vom Veranstalter-Verein, Asvö Raika St. Veit an der Glan. Ihm gelang damit ein schöner Abschluss. Die Einführung des B-Turniers hat sich voll bewährt, wird sicherlich weiter ins Auge gefasst werden.

Sarah Zöhrer krönt sich selbst im Jugend-Open

Die flotte junge Power-Lady aus dem Jugend-Talente-Shop von Feffernitz hat mit einem weiteren Sieg am Finaltag ihren bislang größten Erfolg – verdient – einfahren können. Sie war während der neun Runden einfach nicht zu bezwingen, förderte die meiste Konstanz aller Kids mit sieben Zählern gesamt zu Brett.

Sieger des Jugendturniers

Rang zwei ging nach einem turbulenten Spielverlauf noch an den „unauffälligen“ jungen Mann Robert Rauchlahner aus der grünen „Mark“, der den Maria Saaler Johannes Lengauer noch direkt vom bereits sicheren Treppchen stoßen konnte. Dieses bittere Schicksal teilte speziell auch der lange Zeit in Führung liegende deutsche Jugendliche Felix Fechner, der im reinen Nervengefecht mit Maria Krassnitzer (7. Rang) auf der Strecke blieb, dem taktischen Spielwitz – in Anspannung – unterlag. Davon profitierte umgehend sein Klubkollege von Psv Post Klagenfurt, Florian Hribernig, der sich mit einem vollen Punkt noch auf Rang drei verbessern konnte. Ein erfreulicher Niveau-Fortschritt war schon sichtbar, lässt auch in dieser Zielgruppe hoffen.

Fazit am Ende einer langen Turnier-Woche:

Wie immer hat die St. Veiter Organisations-Crew mit dem diesmal wegen einer Krankheit leider ferngebliebenen Turnierleiter & Schachpräsident Friedrich Knapp tolle Sach- und Geldpreise für viele Akteure aufbieten können. Aktueller Turnierleiter und sonst –Vize Winfried Horn und sein kongenialer Partner Heinz Brescak sowie die vielen fleißigen Hände von „Opa Scheriau“, Gerald  Wieser & Christian Glanzer  haben die perfekten Ratschläge von Friedrich Knapp – via Telefon – des öfteren „tadellos“ und sichtlich zum Vorteil aller Akteure umgesetzt. Ein mehrfaches Lob gebührt auch der umsichtigen Schiedsrichterleistung von Manfred Mussnig. Ihn zeichnet aus, dass er auch schwierige Situationen fundiert meistert. Absolut ein Gewinn für jeden Turnierveranstalter.
Viel Arbeit rundherum geleistet,  selbst sogar erfolgreich mitgespielt, haben das Brüderpaar Daniel & Andreas Knapp. Und last but not least das fantastische, flotte Theken-Terzett Andrea Knapp, Elfriede Höfferer (Leitgeb) & Christl Scheriau. Wie alle Jahre waren ihren Köstlichkeiten – selbst nach tollen regionalen Rezepten hergestellt – rasch vergriffen.

Das St.Veit Open Team

Gefallen hat mir (Alfred Eichhorn) heuer auch die Siegerehrung und besonders die freundliche und spontane Art des dabei anwesenden Vizebürgermeisters, Leopold Zuchard. Und der Dank gehört auch all unseren Sponsoren, angefangen von der Superuhrenmarke Jacques Le Mans von Alfred Riedl, aber auch der Raiffeisenbank, Pago und last but not least der St. Veiter Sportstadt mit ihrem sportlichen Bürgermeister Gerhard Mock, den Stadträten Werner Lassnig, Leikam & Petschacher! Und selbstverständlich auch Reinhard Tellian und der Supermarke „Kärnten Sport“. Alle freuen sich auf die Rückkehr von Friedrich Knapp und auf ein mindestens weiteres „Schachzeit-Jahrzehnt“  in der neuen Superveranstaltungshalle – genannt Blumenhalle – der Herzogstadt – Ihre persönliche Einkaufs-, Schach- und Urlaubsstadt!

HALVAX ÜBERRENNT KISS - STÜRMT SENSATIONELL AN DIE SPITZE (ZWISCHENBERICHT RUNDE 8)

Hartl gewinnt Kärnten-Derby gegen Leitner – dockt im Windschatten an

Die achte Spielrunde der St. Veit Open in der A-Gruppe war an Dramatik und Spannung kaum mehr zu übertreffen:

Der junge Maria Saaler Gipfelstürmer Georg Halvax fertigt den im Vorfeld klar höher eingeschätzten und wesentlich routinierteren Ungarn Attila Kiss mit den schwarzen Steinen (!) ab, springt damit sensationell an die Spitze. Er spielt heute – und das ist wohl einmalig – gegen den Slowenen Leon Mazi (St. Veit-Legionär, „aus Überzeugung“ – O-Ton) um den Turniersieg. Und er hat den nicht unwesentlichen Vorteil dabei der weißen Figuren. Der 15 Jährige aus der Maria Saaler Kaderschmiede steht definitiv vor seinem bislang größten Erfolg. Irgendwie liegt eine echte Sensation in der Luft…

In seinem Windschatten eilt das nächste Kärntner Schachwunderkind, man darf es ruhig so bezeichnen, von einem Erfolg zum anderen. Daniel Hartl, er ist absolut auf Augenhöhe mit Halvax, siegt im reinen Kärnten-Derby über „Überflieger“ Gerald Leitner, muss heute – mit dem kleinen Nachteil der schwarzen Steine – gegen Niko Praznik ran. Daumendrücken für unsere beiden Schachkids ist angesagt, vielleicht schaffen beide ja den Sprung an die Spitze! Man muss sehr weit in den Archiven blättern, um ähnliches annähernd zu finden. Pech für den sympathischen Harald Genser, er landet gegen Zan Kavcic in einem schlechteren Endspiel, kann in Folge die überlastete Stellung nicht mehr halten. Halvax geht als einziger Akteur mit sechs Punkten in das Schlussspiel, dahinter jeweils mit 5,5-Zählern folgt das Quartett Kiss, Niko Praznik, Kavcic, Mazi und Hartl. Genser führt die Gruppe mit fünf Punkten an.

Bornet steht praktisch als Sieger fest – Dreikampf um zwei Stockerlplätze

Rene Bornet steht praktisch vor dem Schlusstag als lachender Gewinner der B-Gruppe fest – wieder einmal! Dahinter ist die Sache aber weiter spannend, kämpfen die Rudener Klubspieler Arthur Sommer, Gerald Hierreich und ein weiterer Kärntner Landsmann, Herbert Titz, um zwei Stockerlplätze. Einer aus der Gruppe der Spieler mit 5,5-Punkten (Friedl, Saxer, Peierl, Koch, Lehner) könnte da noch ein kräftiges Wörtchen mitreden. Einige Paarungen heute deuten darauf hin: Es spielen Bornet – Saxer; Koch – Titz; Sommer – Peierl sowie Friedl gegen Hierreich!

Vierkampf um den Sieg bei den Kids

Fechner führt knapp vor Zöhrer und Lengauer. Alle drei Spitzenpaarungen im Jugend-Turnier endeten mit einer Punkteteilung – überraschend schaffte es auch Maria Krassnitzer gegen Florian Hribernig! Die besten Karten auf den Turniersieg haben heute Felix Fechner und Sarah Zöhrer, sie treffen auf Maria Krassnitzer bwz. Andreas Zollbrecht. Aber der junge steirische Superfighter Robert Rauchlahner – muss im Klassiker der Spielrunde gegen Maria Saals Überraschungs-Kid, Johannes Lengauer, aber erst einmal punkten. Alles ist noch offen, praktisch jeder Ausgang vorne möglich!

KÖNIG „ATTILA“ STÜRMT NACH VORNE - HALVAX GEWINNT, RÜSTET UMGEHEND ZU SEINEM STURZ (ZWISCHENBERICHT RUNDE 7)

In der A-Gruppe löste sich das fünfköpfige Leaderquintett in Spielrunde sieben in Luft auf: Nur der ungarische Figurenzauberer Attila Kiss blieb vorne übrig, fand ein taugliches Verteidigungskonzept im Kampf um die vorrübergehende Spitze gegen den slowenischen Überraschungsmann Zan Kavcic. Da die weiteren Spitzenpaarungen, speziell darunter die der beiden Kärntner Edelfighter Harald Genser (über Leon Mazi) und Gerald Leitner (gegen Niko Praznik !) letztlich in ein wohl zufriedenstellendes Remis abdrifteten – erzielt jeweils mit den schwarzen Steinen – können Genser, Halvax und mit Abstrichen Leitner weiterhin ungeniert mit einem möglichen Gesamtsieg liebäugeln. Dingfest gemacht an der heutigen Spitzenpaarung Kiss gegen Georg Halvax, der die steirische Eiche, Hermann Wilfling, unter den Augen des prominenten Daumendrückers GM Markus Ragger, spektakulär fällte. Der junge Maria Saaler kokettiert jetzt sicherlich mit einer weiteren Überraschung gegen den Leader Kiss, will und kann den wohl bedeutenden Sieg in St. Veit für einen „waschechten“ Kärntner Schachspieler sogar ebnen. „Ungarische Routine gegen junge Maria Saaler Power“, wohl ein offenes, faszinierendes Schachspektakel!

Kärntens Sportdirektor, Reinhard Tellian, unterstützt mit der Marke „Kärnten Sport“ die erfolgreichen Spieler Daniel Hartl, Georg Halvax sowie Michael Schweiger.

Daniel Hartl begnügte sich mit einem Remis, übrigens gesehen auch im reinen „Kärnten-Schlager“ zwischen Robert Hafner gegen David Wertjanz. Der Maria Saaler „Deutschland-Import“ Markus Meudt kommt schön langsam auf Touren, zeigte wenig Respekt vor seinem neuen Klubkollegen Andreas Diermair, erreicht gegen den „Neo-IM“ eine überzeugende Punkteteilung.

Genser wartet auf Kavcic und wird sicherlich auch den Blick auf die reine slowenische Konfrontation Niko Praznik gegen Mazi richten. Kärnten blickt auch auf Leitner gegen Hartl, Sonja Sommer könnte mit einem möglichen Sieg über Christian Praxmarer wieder die 50 Prozent-Marke sicherstellen.

Bornet behält die weiße Weste, steht kurz vor dem Sieg im B-Bewerb

Rene Bornet, der im Zivilberuf Richter ist, steht kurz nach dem Sieg über Gerhard Hierreich vor einem weiteren Gesamtsieg in einem B-Turnier. Er hat das schon in Velden voriges Jahr geschafft. Wohl kollektives Aufatmen für die Teilnehmer in dieser attraktiven Spielgruppe, da „erst jetzt die mögliche Reife für die Teilnahme am Hauptbewerb geschafft ist, die 2000er-Elomarke endgültig gestürmt ist“, wie er sagt. Arthur Sommer besiegt einen „Titz“, vermasselt Herbert damit die minimale Chance auf den Gesamt-Sieg. Er wird’s verschmerzen, spielt auch so ein starkes Turnier – wie eben gewohnter Standard für ihn und Bruder Heimo. „Echt stark – echt Marke „Gruber“, diesmal aber nicht Dietmar, sonder Vater Othmar. Er zeigt der stürmischen Attacke des Oberösterreichers Gerhard Friedl die kalte Schulter und ist definitiv die ganz große Sensation bislang – unabhängig was noch passiert. Daniel Kn app, handelt die Bürde Organisation & Spielen mit Bravour, lässt im Endspiel den höher eingeschätzten Gerhard Raschun (Klagenfurt) null Chance.

Sandra Wilfling, sie firmiert als einziges Fräulein und aktuelle Jugendstaatsmeisterin in dieser Spielgruppe, hat etwas Pech, muss sich an einem Tag, wo halt nicht viel gelingt, mit einer Niederlage gegen Bernhard Saxer abfinden. Kann sich aber trotzdem bislang über respektable drei Zähler freuen. Kärntens ehemaliger Fußball-Zauberer „Walter Koch“ jongliert fast schon gleichstark mit den Figuren, gibt sich erst nach einem großen Fight gegen Erich Lehner mit einem Remis zufrieden. Versalzt Friedl heute Bornet die Suppe? Mit den weißen Steinen und der attraktiven Eröffnungspower nicht ganz wegzudiskutieren. Jedenfalls hoffen die attraktiven Begegnungen – „Ruden-Party-Time“ Hierreich gegen Sommer sowie Titz gegen Knapp ein bisschen darauf.  

Fräulein Power von Zöhrer bringt Leader Fechner in Verlegenheit

Der bislang im Jugend-Open dominierende Felix Fechner verliert in der direkten Partie gegen Sarah Zöhrer den Faden, hat letztlich eine Niederlage mit schmerzlichen Folgen zu akzeptieren. Er behält zwar noch die Führung – aufgrund der besten Feinwertung –,
muss aber um den schon sicher geglaubten Gesamt-Sieg noch zittern. Denn so schlecht sind die Karten der übrigen Kids nun nicht, speziell da Robert Rauchlahner mit einem Sieg über Florian Hribernig, einen weiteren vielversprechenden Favoriten aus Klagenfurt vorzeitig aus dem Spiel nimmt. Davon profitiert der junge Maria Saaler Johannes Lenggauer, er macht mit einem Triumph über Hannah Sommer aus einem Sologang einen flotten Dreikampf im Finish auf absoluter Augenhöhe. Mädchen-Power angesagt war auch von Alexandra Kogler über Bernhard Obmann sowie von Maria Krassnitzer gegen Gregor Zöhrer.

Flotte Organisation und überzeugender Schiedsrichter

Man muss auch dem Organisations-Team mit St. Veit Schachpräsident Winfried Horn an der Spitze, dem flotten Thekenfrauen-Power-Terzett Andrea Knapp, Elfriede Leitgeb und last but not least Christl Scheriau ein Kompliment für einen perfekten Ablauf zukommen lassen, zumal die Entscheidung einen echten „Steirer“, nämlich Manfred Mussnig, zum Oberschiedsrichter zu berufen, einstimmig gefällt wurde. Und der neue „Chef“ der 2. Bundesliga Mitte macht bislang seine Sache ausgezeichnet, erteilt unabhängig von Rang und Namen lauten Kiebitzen am Balkon prompt den „verdienten“ Ordnungsruf und hat das Turnier fest im Griff. Ein echter Nachfolger auf internationaler Schachbühne scheint jetzt auch gefunden. Nicht davon ausgenommen war ihr „Beobachter“ Alfred Eichhorn, der jetzt endlich mit seinem Geschwätz aufhört – und vielleicht im nächsten Jahr kürzere Berichte – im neuen Veranstalter-Center – der St. Veiter Blumenhalle, verfassen wird. Und hoffentlich 200 Schachaktive, pardon Sportler, dort beobachten kann.

Bildunterschrift: Kärntens Sportdirektor, Reinhard Tellian, unterstützt mit der Marke „Kärnten Sport“ die erfolgreichen Spieler Daniel Hartl, Georg Halvax sowie Michael Schweiger.

GENSER SCHLIESST MIT SIEG ZUM LEADER-QUARTETT AUF (ZWISCHENBERICHT ZUR RUNDE 6)

Die Spielrunde sechs in der A-Gruppe hatte neben attraktiven Spielzügen durchaus einige satte Überraschungen zu bieten: Die Topsensation war sicherlich der Sieg der „neuen“ steirischen Eiche, Hermann Wilfling über den kroatischen Favoriten und Startranglisten-Ersten IM Hryoje Jurkovic. Vorne auf eins und Brett zwei wird zwar weiter mächtig zur Sache gegangen, trotzdem enden beide Partien mit einer „erfreulichen“ Punkteteilung für die nach wie vor immens dichte Verfolger-Gruppe. Größten Profit daraus zieht in erster Linie der Klagenfurter FM Harald Genser. Er ringt in einem „Superfight“ seinen slowenischen Titelkollegen, Anton Praznik, nieder und stürmt damit vorläufig auf Rang vier.

St.Veit Open 2008

Vom aktuellen Kärntner Verfolger-Trio spielen die Maria Saaler „Jugendkanone“ Georg Halvax und der wie „Phönix aus der Asche“ emporgestiegene Villacher Figurenjongleur Gerald Leitner in einer direkten spannungsgeladenen Konfrontation „bloß“ das Remis, verpassen jeweils damit knapp den Sprung in die Führungsetage. Kärntens zweites Jugend-Ass, Daniel Hartl, schließt mit einem Schwarz-Sieg über MK Sucher zu beiden – vorläufig Rang acht – auf. David Wertjanz, dritter junger Joker am heimischen Horizont, landet einen Blitzsieg über Alfred Eichhorn und trifft heute auf Robert Hafner. Genser muss gegen Mazi ran; Halvax trifft auf Wilfling; Leitner fordert Leader Niko Praznik heraus.

Bornet verteidigt Führung in Gruppe B, Sommer ist wieder Zweiter.

Die Spitzenpaarung zwischen dem Leader Rene Bornet (Klagenfurt) und dem Herausforderer Herbert Titz (Wien) endet in einer Punkteteilung. Alte und neue Verfolger ziehen im wesentlichen Nutzen daraus: Arthur Sommer (Kärnten, Schachklub Ruden) besiegt Organisations-Mitglied Daniel Knapp vom veranstaltenden Schachverein Asvö Raika St. Veit/Glan, der einem eingestellten Bauern die gesamte Partie nachlaufen muss. Gerhard Hierreich (dockte beim Schachverein Ruden an) ringt „Gambitkönig“ Walter Peierl nieder, trifft heute im Schlager der Runde auf Bornet. Feldkirchens „Superoldie“ Othmar Gruber (Kärnten) ist die Turniersensation bislang, eilt mit einem echten Überraschungs-Sieg über den Weitensfelder Josef Widowitz vorläufig auf Rang sechs. Er trifft heute auf Gerhard Friedl, einem Oberösterreicher, der dem St. Veiter Turnier seit vielen Jahren die Treue hält und bekannt dafür ist für seine „extravaganten“ Kreativzüge. 

Felix Fechner verteidigt Spitze im Jugend-Open

Der deutsche junge „Senkrechtstarter“ Felix Fechner verteidigt mit einem Schwarz-Sieg über den St. Veiter Bernhard Obmann vorläufig Platz eins im Jugendturnier. Mit ihm ganz vorne – haben bis auf seinen „Entdecker“ Reinhard Kömetter (Psv Post Klagenfurt) – nur die wenigsten gerechnet. Sein Vereinskollege – und Topfavorit – Florian Hribernig kommt über eine Punkteteilung über den starken Maria Saaler Nachwuchsspieler Johannes Lengauer (derzeit 3. Rang) nicht hinaus, rangiert mit einem halben Punkt Rückstand im Moment auf Position zwei. Im Superduell der jungen „Ladies“ behält Sarah Zöhrer (Feffernitz) die Oberhand über Alexandra Kogler aus Maria Saal. Sie profitiert von einer Mehrfigur, die sich ins Abseits gestellt hat.

OFFENER SCHLAGABTAUSCH IM A-BEWERB, BORNET DIKTIERT DIE B-GRUPPE (ZWISCHENBERICHT ZUR RUNDE 5)

Aktuell 40 Schachsportler aus sechs Nationen fighten im A-Bewerb der 27. Auflage der St. Veiter Schachopen im Festsaal der Hauptschule um lukrative Geld- und Uhrenpreise. Nach Spielrunde 5 lächelt das Quartett Niko Praznik, Attila Kiss, Leon Mazi & Zan Kavcic mit 4 Zählern von der Spitze. Mit einem halben Punkt weniger folgen die Kärntner Harald Genser, Gerald Leitner & Georg Halvax als erste Verfolger. Kärntens weitere Jugendelite Daniel Hartl (10.) und David Wertjanz (20.) brachten bislang 3 bzw. 2,5-Zähler auf ihr Konto. Olympiakandidatin Sonja Sommer kommt in die Gänge, hält bei 50 Prozent.

Gleich 56 Spieler geben Stoff im B-Bewerb. „Mr. 100 Prozent“, Rene Bornet, Klagenfurt, wird heute im Schlager der Spielrunde 6 von „Urkristall“ Herbert Titz (Kärntner mit Wienbezug, 4,5-Punkte), herausgefordert. Mit vier Zählern sind die Kärntner Gerald Hierreich, Daniel Knapp (Organisations-Team), Arthur Sommer und Walter Peierl im Moment erste Verfolger.

Im Jugend-Open führen das Kids-Duo Felix Fechner (Deutschland) und der Klagenfurter Frontstürmer Florian Hribernig mit 4-Punkten. Einen halben weniger besitzen Johannes Lengauer und sensationell Bernhard Obmann vom Veranstalter-Verein, Asvö Raika St. Veit/Glan. 18 Kinder nehmen daran teil.

AUSSCHREIBUNG JACQUES LEMANS OPEN 2008

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Jacques Lemans Open St. Veit 2008 Ausschreibung
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