St.Veit Open Startseite

Tägliche Turniersplitter von Alfred Eichhorn:

18.07.2010 - Turbulentes Finish: Mazi holt sich 6. Titel vor Hartl & Genser

Die Sieger des St.Veit Open 2010

Das Finish bei der 29. internationalen Jacques Lemans Auflage im Fuchs Palast kam einem Brettbeben mit Stärke 10 ziemlich nahe. Und fand mit gleich zwei harmonischen Trainer-Schülerbeziehungen sein glückliches „Happyend“. Zum ersten tragischen Held wurde aber der Vorarlberger Schmidlechner, der ausgerechnet von Landsmann Sucher in seinen ersten Verlust gehetzt wurde – die Konsequenz war der Rückfall auf den bitteren Endrang 9. Das zweite mittlere Drama lieferte Co-Leader Niko Praznik, der von seinem ungarischen IM-Titelkollegen Kiss, der ungeschlagen blieb, besiegt wurde. Damit war das Podest für ihn futsch.

Allerdings hatte der „Suetschach-Feistritz-Unterligist“ noch Glück im Pech, weil sein Rückfall sanfter im Bezug auf das Preisgeld ausfiel – dem Hortsystem (Geldaufteilung bei Punktegleichheit nach Schlüssel) sei an dieser Stelle gedankt, wie’s die mitmachende Spielerin Margit Almert als Schiedsrichterin einmal so treffend zu formulieren wusste! Das dachte sich auch David Wertjanz, der mit seinem Finalsieg über den Germanen Meertens auf den für ihn so starken Endrang 6 kam – auch zum ersten Mal übrigens! Der 16-Jährige aus Mittlern fand sich damit sogar im Rückspiegel seines Trainers Kiss, was dieser harmonischen „Denksport-Beziehung“ im Hinblick auf die 9. anstehende Völkermarkt-Auflage, übernächsten Samstag, in der Neuen Burg, ab 19 Uhr, bestimmt viel Motivation geben wird. Aber das war bei weitem nicht der Höhepunkt im gut funktionierenden Trainer-Schülergespann: Turnierfavorit Mazi, der selbst viel Mühe hatte, um den anstürmenden Leitner (Endrang 10) in einen Verlust zu treiben, fixierte vorerst seinen 6. St. Veit-Streich in der Statistik mit sieben Zählern, einen starken mehr als seine Verfolger! Aber das war nicht alles, denn der 51-jährige sympathische Slowene durfte sich über einen weiteren emotionalen Höhepunkt freuen: Denn zum ersten Mal schafft sein Schüler Daniel Hartl mit einem taktisch gut getimten Remis über Genser das Podest – Superrang zwei wurde es am Ende sogar für ihn den strahlenden Kärntensport-Spieler, U16-Staatsmeister und Schülerligasieger mit seiner HTL-Villach. Für seinen Markenkollegen Georg Halvax, der den niederösterreichischen „Superoldie“ Winiwarter am Finaltag schlagen konnte, wurde immerhin auch noch Rang 7 ausgewiesen, die bereits siebente (!) starke Platzierung bei schweren offenen Turnieren des 17-jährigen Spielers aus Maria Saal. Und auch der 80 Jahre alte Winiwarter durfte mit Rang 11 (!) mehr als zufrieden sein. Zumal er sich als bester Senior damit klar profilieren konnte. Ein schönes Turnierbild zeichnete auch der Klagenfurter FM Genser. Er blieb, für ihn wichtig, ungeschlagen, und durfte sich damit über seinen bereits zweiten fantastischen Endrang 3 in St. Veit freuen. Wie schon angedeutet ist dem „Klagenfurter“ dieses Turnier ein bisschen auf den Leib geschneidert. Die Ausgeglichenheit im Spitzenpulk war freilich prägnant, alle Platzierten von zwei bis Rang acht fixierten je sechs Zähler.
Von den weiteren St. Veit-Spielern im Hauptbewerb bot Dkfm. Peter Valent eine starke Leistung mit Rang 23, als Startnummer 33 begonnen. Über ein gelungenes Comeback „nach 25 Jahren“ durfte sich auch Ing. Herald Piber aus Feldkirchen freuen. Er wurde 31, drei Ränge vor Gert Morze.

Randsplitter und Bilanz bei der Siegerehrung

Der Veranstalterverein, ASVÖ Raika St. Veit, schaffte es damit erneut ein perfektes internationales Turnier über die Bühne zu bringen. Obmann Friedrich Knapp und seine emsigen Mitstreiter, Sohn Daniel und Heinz Brescak, waren zufrieden mit dem Ablauf im Turniersaal. Und immerhin machten auch 127 Spielerinnen und Spieler mit, was „die Stadt besonders freut“, wie es Vizebürgermeister Günter Leikam mit seiner bekannt guten Rhetorik auf den Punkt brachte. Er war auch diesmal – wie schon einige Jahre zuvor – zur Siegerehrung gekommen. Landessportdirektor Reinhard Tellian war zudem zugegen, zumal seine beiden Schützlinge Hartl [&] Halvax echt zu begeistern wussten. Der neue St. Veiter Vereins-Präsident Jimmy Scheriau freute sich über seine erste, erfolgreich zu Ende gegangene Veranstaltung. Der alte, Winnie Horn, wurde im Laufe der Woche auch gesehen, so wie zahlreiche Spieler und Kiebitze im Turniersaal. Und, und…

Eichhorn, Friedl und Pracher erglimmen B-Gipfel

Als schwierig erwies sich der „B-Sieg“ für mich insofern, als dass ich diesen Anspruch mit dem Rückfall auf die 1888-Zahl diesmal selbst an mich stellte. Dass es letztlich damit auch mit 7,5-Zählern und einem Zähler Vorsprung auf das Verfolgerquartett mit dem ebenfalls überzeugenden Oberösterreicher Gerhard Friedl, dem starken 19-jährigen Florian Pracher aus Leoben und dem slowenischen Senior Slavko Marjanovic klappte, war auf einen glücklichen Verlauf als auch einer passablen taktischen Darbietung zurückzuführen. Auf Rang fünf baute sich noch Artur Sommer mit einem starken Finish und einem Remis gegen mich auf, der Schachmaty Ruden-Spieler schaffte damit seinen nächsten Toprang im B-Turnier. Die Startnummer 1, Gerhard Raschun, durfte sich über den Gewinn seiner bereits dritten Jacques Lemans Uhr in St. Veit freuen – ein (!) erfreuliches Detail für ihn, den Sechsten im Feld. Für Walter Lattacher blieb Rang sieben stehen, vor David Hackl, Kristof Molnar und dem Wolfsberger Jakup Mulaj, der letzte Spieler im dichten Verfolgerfeld mit je 6-Punkten in der Abschlusstabelle. Von der Jugend machten Michael Schweiger (13. Platz), aber auch Alexandra Kogler (26.) besonders auf sich aufmerksam. Werner Thallinger wurde mit Stelle 21 und fünf Punkten noch zweitbester St. Veit-Spieler.

Jugendopen: Knapper Sieg von Kejzar vor Fechner!

Petra Kejzar aus Slowenien taktierte goldrichtig mit einem Remis am Finaltag über ihren Landsmann Gregor Globevnik. Damit eroberte sie sich hauchdünn – um einen Buchholzpunkt mehr – Rang eins mit 6,5-Zählern. Vor dem knapp geschlagenen Psv-Post Klagenfurt-Nachwuchsspieler Felix Fechner und dem starken U10-Knaben Miha Globevnik, der 6-Zähler aufs Konto brachte. So wie übrigens auch sein Verfolger Markus Fasching, Nachwuchshoffnung der „Klagenfurter“. Franco Nieddu und Milena Sommer kamen auf die Plätze fünf und sieben.

17.07.2010 - Slowenenduo steht vor Sieg, Spitze machte geschlossen Remis

Auf den ersten 3 Tischen enden alle Partien mit einem Remis. Also Schmidlechner in seinem Duell mit Mazi, Genser in seinem Kurzzeitakt mit N. Praznik und Halvax im Kärntensport-Schlager mit Hartl. Wertjanz gewinnt das Derby mit Hafner.

Sucher erteilt Anton Praznik eine Absage und darf quasi als Belohnung in einen „Ländledisput“ mit dem ungeschlagenen Schmidlechner. Leitner holt mit seinem Sieg über Schein weiter auf, kann Mazi heute seinen 6. St. Veit-Triumph am Spitzenbrett untersagen. Kiss stellt Meertens ins Eck, was dem Ungarn ein Ringen mit Praznik ermöglicht. Winiwarter zeigt Power, kommt mit seinem Sieg über Dirk Ermel auf perfekte 5-Zähler, ist damit bester Senior im Feld. Attraktive Begegnungen sind die Derbys von Hartl mit Genser und Sucher gegen Schmidlechner. Spannung pur gibt’s sicherlich auch bei Mazi versus Leitner bzw. Hartl contra Genser. Gute Karten nach vorne hat auch Wertjanz, ihm sitzt Meertens gegenüber. Mazi und Praznik halten bei je 6-Punkte, führen vor dem Quartett Genser, Hartl, Schmidlechner und Leitner, die alle 5,5-Zähler stehen haben.

B-Bewerb – Eichhorn steht knapp vor Sieg

Eine perfekte Runde für Eichhorn, der Mulaj in einem taktischen Gemetzel auskontert. Nicht minder schlagkräftig ging es am Zweiertisch zwischen Friedl und Pracher zu! Der Oberösterreicher Friedl konterte sehenswert zum schönen Sieg, bleibt damit im Rennen um die Topplätze. Marjanovic behält die Oberhand gegen Raschun, kann auch noch nach vorne stoßen. Eichhorn geht zwar mit einem Punkt Vorsprung in das Schlussgefecht mit Sommer, der Saxer niederringt. Marjanovic oder Friedl, im direkten Duell, als auch Pracher haben jeweils aber noch ihre Möglichkeiten nach vorne.

Kezjar übernimmt Führung und steht damit vor Sieg

Kezjar kann Nieddu im Jugendopen schlagen und steht damit knapp vor dem Gesamtsieg. Im Weg ist nur „mehr“ Gregor Globevnik, der aber nur vier Zähler bislang hat. Überraschend muss Leader Miha Globevnik die Führung und den sicheren Gesamtsieg abtreten, weil er sensationell von Felix Fechner geschlagen wird. Fasching ringt Sommer nieder. Der Klagenfurter Spieler trifft damit auf U10-Knabe Miha.

16.07.2010 - Slowenen tauschen die Plätze – Favorit Mazi geht nach vorne

Überraschender Führungswechsel im siebenten Durchgang im A-Turnier! Das führende slowenische IM-Duo Niko Praznik & Mazi bestätigte seine Favoritenstellung im Duell mit dem bislang ungeschlagenen Ländleduo Schmidlechner & Sucher. Mazi, stets gefürchtet für sein starkes Finish, untermauerte dieses mit Schwarz, verwertete seinen Mehrbauern gegen MK Sucher.

Am Spitzenbrett hatte Leader Praznik Weiß, nicht wie irrtümlich gestern von mir angenommen Schwarz gegen Schmidlechner, aber das reichte für ihn, den SK Suetschach-Unterligisten, auch nicht, um den so überzeugenden 35-jährigen Vorarlberger damit wirklich einzuschüchtern. Unangenehm, weil Praznik mit dieser Punkteteilung seine Führung an Mazi abtreten muss. Zudem steigt der Kurswert der Aktie Schmidlechner auf Rang eins. Dahinter stellte die junge Kärntengarde ihre massiven Ansprüche auf die Topplätze in hochspannenden direkten Brettdisputen in das 29. Jacques Lemans-Turnierprozedere. Genser untermauerte zwar ein weiteres Mal seine Unantastbarkeit mit Weiß, fand aber in Halvax jenen Kontrahenten vor, den er nicht entscheidend davon überzeugen konnte. Damit war Remis zugegen. Da hatte der Hit zwischen Hartl und Wertjanz deutlich mehr Zündstoff, sah schlussendlich mit Sieger Hartl den leichten Favoriten triumphieren. Eine starke Vorstellung liefert auch Robert Hafner ab, die Admira Villach-Stütze war auch von IM Kiss nicht einzuschüchtern, schaffte sein Remis zum schönen Achtungserfolg für ihn. Leitner erlebte mit seinem Schwarzstreich über Molnar vielleicht jenen Brettkick, um im Finish damit noch in die Top 6-Ränge vorzupreschen. Winiwarter war für Piber doch eine Nummer zu groß, siegte, so wie auch Karsten Franz über Christian Praxmarer.
Österreich (Vor, Ktn) oder Slowenien, wer trägt ab morgen eine 500 €-Uhr von Alfred Riedl (J-Lemans) auf seinem Handgelenk? Jedenfalls hat Schmidlechner im Schlager mit Mazi heute sicher Weiß. Er hat damit bislang 2 Siege und zwei Remis stehen. Sein Gegner Mazi hat 2,5/3 als explosive Antwort anzubieten. Genser hat seine Wunschfarbe Weiß im Verfolgerduell mit Praznik, braucht einen Sieg, um auf den Gesamtsieg loszulegen. Brisant wird auch das Kärntensport-Duell von Halvax mit Hartl! Von einer Punkteteilung träumen beide nicht, denn dann wird’s im Anspruch auf den finalen Toprang haarig. Gewinnt allerdings Hartl, dann kämpft er noch minimal um Rang eins!
Fronttische, 8. Runde: Schmidlechner(5)/Mazi(5,5); Genser (5)/N. Praznik(5,5);Halvax(4,5)/Hartl(5);

Wieder Duo an B-Spitze! Pracher siegt über Nr.1 Raschun

Nach dem Duo Friedl/Schachner, untermauerte gestern das Spitzenduo Eichhorn/Pracher mit ihren Siegen über Schachner [&] Raschun ihre vorläufige Spitze. Pracher muss heute auf Friedl aufpassen, Eichhorn hat Schwarz gegen den vorwärts stürmenden Jakup Mulaj, Wolfsberg Spieler. Gut in Szene setzen konnte sich auch Michael Schweiger, der Walter Lattacher, die Nr. 2, zum Remis zwingen konnte. Friedl trennte sich von Titz mit Remis. Marnajovic erfüllt Winklers Anspruch mit der Ausführung seines Damenmatts – eine Schachgenuss pur nach Meinung Winklers übrigens. Neu in den Top 10 ist Artur Sommer, der Hackl besiegt, dessen Anspruch freilich auf die Topplätze deutlich reduziert.
Paarungen: Mulaj (5)/Eichhorn (6); Pracher (6)/Friedl (5); Raschun (5)/Marjanovic (5); Saxer (4,5)/Sommer (5).

Jugend: Die Spitze trennte sich mit Remis

Beide Spitzenpaarungen M.Globevnik (5,5)/Nieddu (5) als auch Fechner (4,5)/Kejzar (5) endeten mit einer Punkteteilung. Damit kann Fasching (4,5), nach seinem Sieg über Molnar (4,), den Kontakt nach vorne herstellen. Das gelingt auch Sommer (4,5), die Hohl (3) bezwingen kann. Krassnitzer (4) fixierte ihren vierten Sieg en suite, was passiert nun? Miha trifft auf Fechner, Kejzar hat einen entschlossenen Nieddu vor sich. Fasching muss Sommers Ansprüche hintanstellen, desgleichen gilt auch für Molnar, der wohl Krassnitzer Serie beenden will.

15.07.2010 - Wickel im Musketierlager – direkte Duelle sind die Folge

Noch dabei - Georg Halvax

Das gab’s in St. Veit in der Ära der Kärntner Brettmusketiere noch nie!
FM Genser holte sich gestern scheinbar mühelos sein Schwarz-Remis in der Wiener Variante im Damengambit im Duell mit dem bärenstarken „Ländle-Export“ NM Schmidlechner. Damit erhalten sich beide ihren Status der Unantastbarkeit. Schmidlechner hat sogar den Anzugsvorteil am Spitzenbrett heute gegen Leader IM Niko Praznik, der einzige Spieler mit 5-Punkten bislang! Dahinter gab’s eine feine Kärntensportgala von Halvax & Hartl, die beide ihre Gegner Meertens (Ger) und NM Felix Winiwarter schlagen konnten. Halvax verwertete seinen Mehrbauern im Damen-Turmendspiel. Hartl entwickelte seine schwarzen Figuren harmonisch und erntete als Konsequenz den ganzen Punkt.

Einen Extraapplaus gibt’s für Wertjanz, er eroberte sich im prognostizierten Duell auf Augenhöhe mit FM Anton Praznik eine Figur für zwei Bauern, die als feine Konsequenz mit dem ganzen Punkt belohnt wurde. Nun wartet Hartl auf ihn. Wer sich auf ein spannendes Duell der Spitze N. Praznik mit Mazi gefreut hatte, wurde arg enttäuscht.
Das forcierte Remis nach bloß vier Zügen im Spitzenspiel war taktischer Natur. Aber vielleicht sprengen Schmidlechner [&] Genser in den restlichen 3 Runden diesen Slowenischen Pakt noch? Erfreulich verläuft das Turniersaal-Comeback von Herald Piber, er besiegte Robert Rauchlahner, den Vorjahreszweiten im B. Piber, der den Kampf mit Nr. 38 aufgenommen hat, ist vorläufig starker 22. Nun wartet auf den KSV-Ehrenpräsidenten allerdings Winiwarter. Auch das 3. Spitzenduell im Saal von IM Kiss mit MK Sucher fand in Remis seine halbe Konsequenz. Leitner, NM Schein, Praxmarer (!) und Hafner verbessern ihre Situation mit Gewinnen auf je 3,5-Zähler. MK Suchers Gala scheint kein Ende zu nehmen, er hat als persönliches Highlight Mazi vor sich. Beide sind auch noch ungeschlagen! Hafner tastet die Brettstellung von Kiss ab; Leitner erklärt wohl Molnar den Krieg. Höhepunkt: Genser (4,5)/Halvax (4) und Hartl (4) mit Wertjanz (4)!

Leader Friedl riskierte alles und ging unter

Der Mattighofener Friedl pokerte hoch im Duell mit Eichhorn. Er steckte in einer scheinbar explosiven Morravariante (Eigenbau?) zwei Figuren ins Geschäft, um den König vorzeitig den Garaus zu machen. Der luftige Monarch fand jedoch die richtigen Felder, um letztlich als neuer Zwischenleader im B-Turnier zu hofieren. Im zweiten Spitzenspiel von Raschun mit Schachner nützte die Startnummer eins den Anzugsvorteil zum sicheren Sieg für ihn. Damit waren die ersten Verluste von Friedl [&] Schachner besiegelt. Trotzdem ist für beide noch alles möglich. Aber auch Pracher, der dritte Spieler nun mit fünf Punkten, bleibt voll im Rennen um Endrang eins nach seinem klaren (?) Sieg über Josef Widowitz. David Hackl setzt weiter Akzente im Hinblick auf die Spitze, besiegte den Benkö/Wolgakomplex von Titz. Walter Lattacher setzt zum Finish an, verwerte ein Turmendspiel (je 5 Bauern) zu seinen Gunsten gegen „Brettveteran“ Gallob. Neu in den Top 10 gestoßen ist der Wolfsberger Jakup Mulaj.
Spitzenduelle, 7. Runde: Pracher (5)/Raschun (5); Eichhorn (5)/Schachner(4,5); Titz (4)/Friedl (4,5); Schweiger/Lattacher; Marjanovic/Winkler; Peierl/Mulaj; Sommer/Hackl, je vier Punkte.

U10-Knabe demütigt weiter Konkurrenz

Miha Globevnik gibt nun den Ton an im Jugendopen. Der U10-Knabe gewinnt auch das Spitzenduell mit Milena Sommer (3,5), geht damit erstmals um einen halben Punkt mehr als die übrigen Kids im Feld an die Spitze. Neuer Verfolger für ihn ist Feldkirchens Franco Nieddu (4,5), der Molnar (4) aus Wien schlagen kann. Kejzar (4,5) meldet sich mit einem Sieg über Staller (3) im Kampf um das Podium zurück. Fechner (4) kontert Hohl (3) aus, zudem finden die sporadischen Einsätze von Maria Krassnitzer (3) mit ihrem Sieg über Opietnik im dritten Streich einen positiven Niederschlag. Heute könnte in Globevnik gegen Nieddu eine Vorentscheidung um den Sieg fallen. Auf Brett 2 hat Fechner die weißen Figuren gegen Kejzar.

14.07.2010 - Niko Praznik kämpft um zweiten Gesamtsieg

Niko Praznik verteidigte gestern mit einem Sieg über Kärntensport-Mann Georg Halvax seine Führung um einen halben Punkt. Allerdings schaffte es der slowenische Champion aus dem Jahre 2005 nicht sein Verfolgertrio mit Mazi, Genser und Schmidlechner, je 4-Zähler, los zu werden. Denn auch dieses Trio wartete mit wichtigen Siegen im Hinblick auf seinen möglichen finalen Triumph bei der 29. St. Veit-Auflage im gut gekühlten Andromedasaal auf. So beendete der fünffache Champion Leon Mazi vorläufig den Höhenflug von David Wertjanz. Aber auch für Harald Genser liegt mit seinem „Pflichtsieg“ gegen Martin Meertens sein zweiter Podestplatz in optimistischer Schlagdistanz.

Turniergeschichte vorläufig schreibt jedoch Alexander Schmidlechner, Verein Götzis. Der 35-Jährige stellt sich zum ersten Mal in St. Veit und könnte nach seinem Sieg über Anton Praznik zur Topüberraschung avancieren. Allerdings wird es ihm sein nächster Gegner Genser, der allerdings Schwarz hat, wohl nicht leicht machen. Die Partie von Hartl mit Kiss endete Remis. Johannes Sucher, ein x-facher Teilnehmer auch aus dem Ländle, durfte sich über seinen Sieg gegen Gerald Leitner freuen. Im regionalen Fokus stand der Disput von Peter Valent mit Robert Hafner, der in Remis ein neutrales Ende fand. Die ehemalige Fernschachgröße Valent (Top 40 der Welt) hält damit bereits bei 2,5-Zählern und kommt auf Franz Karsten (Ger). Der Höhepunkt heute in Spielrunde 6 ist jedoch die slowenische Frontpaarung Mazi mit Niko Praznik. Hier kann schon eine Vorentscheidung fallen. Auf Sucher wartet Kiss mit Weiß, zudem prallen Halvax auf Meertens und Wertjanz auf Anton Praznik. Hartl nimmt den erfahrenen Felix Winiwarter ins Visier. Bis auf Sucher (3,5) haben alle diese Spieler drei Punkte am Konto.

Duo Friedl [&] Schachner bleibt vorne

In der B-Auslage einigte sich das Topduo Gerald Friedl [&] Franz Schachner im farblosen Hit recht flott auf ein Remis. Sie erhalten sich damit ihre gemeinsame Spitze mit je 4,5-Zählern. Dahinter jedoch wurde auf Biegen und Brechen gemurkst. Sowohl auf Brett zwei und auch drei fanden glatte Gewinnstellungen nicht ihre verdienten Abnehmer. Eichhorn vernachlässigte sträflich seine Entwicklung, hätte eigentlich von Gegner Florian Pracher mit einem effektiven Figurenopfer (zwei Mal) dafür umgehend bestraft werden sollen. Danach mündete die Stellung in ein totes Turmendspiel. Pracher wäre eigentlich schon Leader, denn er ließ auch in der Partie zuvor gegen Imarah eine solche tolle Einschlagsmöglichkeit sausen, wählte die Dauerschachvariante. Steigert der 19-jährige Spieler für Leoben jedoch seine Rechenleistung, dann wäre für ihn noch mehr möglich. Weiter im Rennen um den Sieg bleibt Gerhard Raschun, die Startnummer eins aus Maria Rain und der dritte Akteur mit nun vier Zählern! Allerdings sah sein Gegner Jürgen Holdschik, SK Zwettl, auch schon wie der sichere Sieger aus. Die Nummer sechs im Feld leistete sich jedoch im Finish einen bitteren Fauxpas, der ihn um seinen verdienten Lohn brachte. Das Feld rückt damit weiter zusammen, denn dahinter freuten sich auszugsweise Michael Schweiger (!); Superoldie Josef Gallob (!) und auch Josef Winkler (!) über ihre schönen Siege. Zudem sind auch Josef Widowitz, Herbert Titz und David Hackl in den Top 10 mit mindestens 3,5-Punkten vertreten. Deshalb haben die Paarungen der 6. Runde mit Friedl/Eichhorn; Raschun/Schachner; Widowitz/Pracher; Hackl/Titz; Winkler/Schweiger und Lattacher gegen Gallob einiges zu begleichen im Kampf um die Topränge.

Jugend: Duo mit vier Zählern in Front

Miha Globevnik (U10) jubelte völlig unerwartet über seinen Sieg gegen Landsfräulein Petra Kejzar. Die schaffte es nicht eine glatte Gewinnstellung im Endspiel zu verwalten. Milena Sommer aus Ruden und Bertalan Molnar kämpften sich zum Remis, der Wiener führt damit allerdings nun das Feld an. Felix Fechner kann überraschend Mitfavorit Markus Fasching schlagen. Auf Schlagdistanz zum Podest, nach seinem Sieg über Paul Kogler, ist der „Ossiacher“ Franco Nieddu. Er testet am zweiten Spitzenbrett nun Molnar. Vorne wird’s für Sommer in ihrem Duell mit Miha Globevnik sehr spannend werden.

13.07.2010 - Niko Praznik powert Hartl aus und stürmte damit die Spitze

Der bislang führende Slowene IM Leon Mazi trennte sich vom Klagenfurter Harald Genser in Spielrunde 4 zügig mit einem Remis. Und musste nach Stunden miterleben, wie sein „Schützling“ Daniel Hartl von seinem Landsmann IM Niko Praznik mit Schwarz in den Verlust gejagt wurde. Aber auch IM Attila Kiss (Ung) war nicht in der Lage seinen Anzugsvorteil im Duell mit dem bärenstarken Germanen Rüdiger Schmoldt (Hildesheimer Schachverein) zu einem Sieg zu verwerten – remis! Optimistische Brettakzente im Hinblick auf einen möglichen Gesamtsieg gelangen freilich Georg Halvax, der im Kärntenderby seine Favoritenrolle gegenüber Robert Hafner (Admira Villach) mit einem für ihn wichtigen Sieg untermauerte.

Besonders aufzeigen konnte David Wertjanz, der 16-jährige Bundesligafighter für „Die Klagenfurter“ notierte einen motivierenden 1:0-Triumph auf seinem Formular. Karl-Heinz Schein (Leoben) hatte im nationalen Meisterdisput mit Alexander Schmidlechner – etwas überraschend das Nachsehen. Der 35-jährige Schmidlechner stellt sonst seine Figuren für den Ländle-Verein Götzis auf optionale Spielfelder ab. Anton Praznik stürmte die Königsfestung von Attila Molnar geschickt (interessante Mittelspielstellung!), katapultiert sich damit direkt in den Kreis der ersten Verfolger. Mit der Devise Sekt oder Selters fährt Martin Meertens offenbar gut – bereits zum dritten Mal Sekt für ihn nach seinem 1:0-Output gegen Josef Wegerer. Der Deutsche trifft heute mit Weiß auf FM Harald Genser. Gerald Leitner nimmt einen neuen Anlauf, überrannte Olaf Hempel (Ger). Das brisante Nachzüglerduell von Herald Piber mit seinem Mannschaftsführer Dietmar Gruber (Feldkirchen) endete mit einer Punkteteilung. Die Schlagerpaarung lautet „Nik P.“ gegen Halvax; weitere brisante Verfolgerduelle stehen im Pulk mit drei Punkten mit Mazi und Wertjanz sowie Anton Praznik versus Schmidlechner auf der Warteschleife. Und Hartl hat Kiss als schwierige Aufgabe mit Schwarz vor sich. Johannes Sucher (Vorarlberg) freut sich auf Leitner.

Duo Schachner [&] Friedl im Gleichklang zum Maximum

Im B-Hit von David Hackl mit Gerald Friedl ging’s munter zur Sache, Friedl mit einem Bauern weniger konnte letztlich als Sieger das Punktemaximum verteidigen. Zuvor erreichte das schon Franz Schachner, der Magister aus Salzburg profitierte von einem impulsiven Zug seines Gegners Paul Imarah umgehend. Der 69-jährige „Oldie“ und begeisterte Tennisspieler kam zu seiner Verblüffung in ein aufgelegtes Endspiel, nachdem er selbst beim wild entschlossenen Imarah mit seinem Remisangebot auf taube Ohren gestoßen war. Schön für die Verfolger, denn einer von beiden oder bei Remis auch gemeinsam, wird im Schlager heute Punkte abgeben. Aus diesem Kreis konnte ich selbst einen glücklichen Sieg gegen Slavko Marjanovic feiern. Der 76-jährige Slowene, er feierte seinen Geburtstag im April, hatte mich zuvor mühelos an die Wand gespielt, verließ sich zu sehr auf seinen Mattangriff. Und lief dabei unglücklich in ein verlorenes Endspiel mit einer Qualität weniger, nachdem er meinen Remis-Verzweiflungsakt deutlich vorher offensichtlich nicht hören wollte oder konnte. Turbulent ging’s auch am Schauplatz mir gegenüber zu: Dort lieferten sich der Wiener Alexander Newrkla und sein steirischer Widerpart Florian Pracher (Leoben) einen Endspiel-Epilog mit Dame gegen zwei Türme. Prachers Dame jedoch triumphierte brachial, schnappte sich mühelos einen Bauern nach dem anderen zum finalen Triumph. Pracher hat nun den Anzugsvorteil im Duell mit mir. Im Kärnten-Derby muss sich der mitfavorisierte Walter Lattacher mit einem Remis gegen den „zähen“ Moosburger Josef Winkler bescheiden. Die Nummer eins hingegen, Gerhard Raschun, bleibt nach seinem Sieg über Peter Jirovec weiter im Geschäft um den Platz an der Sonne. Das gilt nicht minder auch für Josef Widowitz, der „Weitensfelder“ kommt zum regionalen 1:0 gegen den „Friesacher“ Günther Szolderits. Amazone Renate Leitner trennte sich mit einem Remis von Othmar Gruber. Das galt auch für Hannah Sommer im Brettkampf mit „Uhrenguru“ und Magister in spe, Gerald Wieser, vom veranstaltenden Verein Sv ASVÖ Raika St. Veit. U14-Staatsmeisterin Alexandra Kogler musste sich Walter Peierl beugen.

Jugendopen: Die Schlagerpaarung endet mit Remis

Spannend bleibt’s weiter bei der Jugend, denn die Spitze mit Petra Kejzar und Bertalan Molnar einigte sich auf ein Remis. Davon profitierte die Verfolgerpaarung Franco Nieddu und Markus Fasching allerdings nicht, denn auch sie verhaftete selbiges Resultat in der vorläufigen Endtabelle. Davon profitiert einer der jüngsten im Feld (von drei U10-Kids gesamt), der Slowene Miha Globevnik, er freute sich über einen Nachzugssieg gegen Georg Staller. Auf ihn wartet nun „Landsfräulein“ Kezjar mit Weiß am Spitzenbrett. Milena Sommer, sie unterliegt Gregor Globevnik, trifft auf Bertalan Molnar. Vanessa Di Vora, vom St. Veiter Verein, die von Heinz Brescak (Turnierleitung) trainiert wird, holte sich ihren zweiten Sieg, diesmal über Leopold Schein. Auf sie kommt Gregor Hohl zu.

12.07.2010 - Hartl & Genser schuften für den Sieg in St. Veit

Harald Genser darf sich gute Chancen heute in seinem Hit mit Leon Mazi um die vorläufige Topplatzierung ausrechnen. Denn sein Weißaufbau ist normalerweise bärenstark, konnte bis vor rund zwei Jahren kaum ernsthaft erschüttert werden. So auch gestern in seinem Generationenduell mit Felix Winiwarter! Mal sehen, ob der „Klagenfurter“ zu einem neuen Höhenflug im Hauptbewerb (A) damit ansetzen kann. Jedenfalls passen seine guten Erinnerungen an das Jacques Lemans Open.

Das gilt aber nicht minder für Mazi. Der 51-jährige Slowene ist eine Brettinstitution als mehrfach-dekorierter Champion. Und er will definitiv seine Nummer-1-Ausgangslage zu einem nächsten Triumph nutzen. Das pikante Duell mit seinem Schüler Hartl endete für ihn, den Trainer, mit der ausgespielten Punkteteilung. Niko Praznik, ein weiterer Topkandidat für ganz vorne, schaffte den erwarteten Sprung mit seinem Sieg über Dirk Ermel (Ger) zum vorläufigen Leader-Quartett mit je 2,5-Zählern. Daniel Hartl scheint seine leichte Formkrise überwunden zu haben, ist jetzt bereit für alles. Er wartet auf Gegner Niko Praznik, eine weitere Neuauflage. Das Finalspiel endete vor zwei Jahren ja mit Remis. Voll im Geschäft ist auch David Wertjanz, der jüngste unter den „vier“ regionalen Musketieren (Halvax, Hartl [&] Genser). Auf ihn lauert Franz Karsten, ein starker Germane, der hier schon einige nachdrückliche Akzente im Turniersaal setzen konnte. Ein Höhepunkt wird auch das Kärnten-Derby von Georg Halvax mit dem gefährlichen „Underdog“ Robert Hafner. Der Maria Saaler steht dabei allerdings unter Siegeszwang, um seinen Anspruch nach ganz vorne nicht aus dem Auge zu verlieren.

Spitze: Genser/Mazi; Hartl/Niko Praznik; Wertjanz/Karsten; Attila Kiss/Rüdiger Schmoldt (!); Halvax/Robert Hafner.

Triple-Party für Schachner, Friedl [&] Hackl

Egal, wer am Brett im B-Bewerb ihnen gegenüber sitzt – er wird derzeit vom fantastischen Trio Franz Schachner (Saalfelden); Gerhard Friedl (Mattighofen) sowie David Hackl (Die Klagenfurter) mit Powerzügen vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie überraschend das für ihre Gegner ist, kann man beim Blick auf die Startrangliste ermessen: Es führt die Nummer 30, vor 17 und der 29 mit dem Punktemaximum von drei Punkten das 68-köpfige Feld an. Gestern boxte Schachner sein Bird-Programm zu Lasten des Stocklausers Josef Widowitz voll durch, siegte mit Elan. Ähnlich dominant die Darbietung des Oberösterreichers Friedl, der die Nr. 1, Gerhard Raschun, nicht weniger frech im klassischen Aljechin-Chatard-Angriff (Franzöischer-Komplex) vor unlösbare Brettkonsequenzen stellte. Der 51-jährige Oberösterreicher, der früher (?) eher seinen Faible für seltene Eröffnungen bekundete, kann’s definitiv auch/besonders in einem konventionellen Spielaufbau. Sie zu stellen wird daher alles andere als leicht für die Top 10 in der Startrangliste. Gut verdaut hat Walter Lattacher, die Nr. 2, seinen Auftaktverlust gegen Andreas Guetz. Der Stocklauser umschiffte die Mauertaktik seines jungen Gegners Florian Hribernig in dessen Pirc-Aufbau mit einem dynamischen Königsdurchbruch zum schönen Endsieg. Paul Imarah schaffte gestern ein Remis. Der sympathische Wiener Alexander Newrkla bestraffte eine Ungenauigkeit seines Gegners Florian Wiesbeck zu seinem Sieg.

Spitzenpaarungen, 4. Runde: Imarah/Schachner; Hackl/Friedl; Newrkla/Florian Pracher; Alfred Eichhorn/Slavko Marjanovic.

Jugendhit: Wiener Molnar wartet auf Slowenien Kejzar

Im Jugendopen hatte Milena Sommer im Amazonenhit um die vorläufige Spitze das Nachsehen. Sie verliert den Überblick in einem „toten“ Läufer-Bauernendspiel, lässt den König ihrer Gegnerin Petra Kejzar zu viel Spielraum. Die Konsequenz: ein Verlust anstelle eines sicheren Remis! Der Wiener Bertalan Molnar hievte sich mit seinem Sieg über Gregor Globevnik in die Favoritenrolle, trifft jetzt im richtungsweisenden Duell auf Kejzar. Aufs Podest springt Markus Fasching mit seinem Sieg über Leopold Schein. Georg Staller erwischt Felix Fechner am falschen Fuß, lauert auf der Vier zum Sprung in die Top 3.

Auswahl, 4. Runde: Molnar/Kejzar; Franco Nieddu/Fasching; Miha Globecnik/Staller.

11.07.2010 - Mehr Remis wegen Fußball-WM-Finale?

Der wahre König dribbelt halt doch über das Fußballfeld. Das (ereignisarme) WM-Finale gestern in Johannesburg hatte also Einfluss auf die 2. Spielrunde beim 29. int. Jacques Lemans Open im Andromedasaal des Ernst Fuchs Palastes. Im A-Bewerb endeten die Topspiele 2 bis 5 mit einem Remis. IM Leon Mazi nahm sich Martin Meertens vom Club der Kölner Schachfreunde am Spitzenbrett zur Brust, siegte.

Das Kärntensport-Duo Daniel Hartl [&] Georg Halvax stand ihm nichts nach, gewann die Oberhand im Duell mit Metod Logar [&] Christian Praxmarer. Karl-Heinz Schein und Niko Praznik, beide Top 10 im Feld, waren maximal effizient in ihren Brett-Disputen mit Alfred Jirovec sowie Martin Baumgartner. Die erlaubte Frage heute: Kommt es zum pikanten Duell Trainer mit Schüler, also Leon Mazi mit Daniel Hartl am 3. Spieltag? Dahinter stellen Franz Karsten (Ger) und Attila Kiss (Ung) im direkten Duell ihre Ansprüche als erste Verfolger auf das Leaderduo. Halvax muss gegen Alexander Schmidlechner reüssieren, desgleichen David Wertjanz gegen Schein und Harald Genser über Felix Winiwarter.

Im B-Bewerb war Fußball offenbar nicht so dominant

Die Topfavoriten Gerhard Raschun (SSZ/Magistrat Klagenfurt), Paul Imarah (Kl. Ztg. Mpö Maria Saal) und Josef Widowitz (Stocklauser Weitensfeld) schafften sich gestern mit ihren Siegen über Helmut Ruck, Ilija Orec (Volksbank Feldkirchen) und Patrick Di Vora (ASVÖ Raika St. Veit) eine gute Ausgangslage für ihren anvisierten Gesamtsieg dort. Der Verlust von Mitfavorit Bernhard Saxer (Die Klagenfurter) gegen Aufschlag-Ass Franz Schachner (Saalfelden) war definitiv nicht auf seiner Rechnung. Acht Spieler sind noch ohne Punkteverlust, müssen in direkten Duellen ran: Gerhard Friedl/Gerhard Raschun; Florian Pracher/ Paul Imarah; Franz Schachner/Josef Widowitz; Peter Jirovec/David Hackl, also alle 2-Zähler.

Mädchenpower war im Jugend-Open Trumpf

Spielte den favorisierten Jungs Felix Fechner und Markus Fasching die Fußball-WM einen Streich? Jedenfalls hatte beide das Nachsehen gegen Milena Sommer (Schachmaty Ruden) und Petra Kejzar, die aus dem Nachwuchs des slowenischen Vereins ŠS Tomo Zupan Kranj kommt. Bertalan Molnar nahm Miha Globevenik vorerst die Chance auf Rang eins. Daher gibt’s heute die Duelle: Milena Sommer/Petra Kejzar; Gregor Globevnik1,5/Bertalan Molnar, alle drei 2 Pkte.

10.07.2010 - Niko Praznik, Halvax, Schein mit Remis-Einstieg

Das favorisierte IM-Duo Leon Mazi und Attila Kiss hatte keine Mühe, siegte jeweils über Dierk Seifert und Stefan Matt. FM Harald Genser verteidigte seinen Nr. 5-Status mit dem perfekten 1-0-Einstieg über Josef Wegerer. Das kann man über Niko Praznik und Georg Halvax so nicht sagen, die mussten sich nämlich jeweils mit einem Remis gegen Alfred Jirovec und Attila Molnar begnügen. Einen klassischen Fehlstart mit einer Minusqualität verzeichnete Mitfavorit Gerald Leitner, der Admiraner, zuletzt riesiger Zweiter in Ratten, wurde von Metod Logad, Nr. 25 aus Slowenien, vorläufig entzaubert. Auch die Turnier-Nr. 7, Österreichs erster Schachpädagoge, Karl-Heinz Schein, musste mit einem Remis vorläufig das Auslangen finden. David Wertjanz behielt die Oberhand in einem „remislischen“ Schwerfigurenendspiel mit Dkfm. Peter Valent. Daniel Hartl gelang ein perfekter Einstieg mit seinem Sieg über Feldkirchens Dietmar Gruber. Robert Hafner vermasselte das Turniersaal-Comeback in St. Veit von KSV-Ehrenpräsident Herald Piber.

Spitzenpaarungen: heute, ab 19 Uhr: Attila Kiss/Alexander Schmidlechner; Hit: David Wertjanz/Harald Genser; Felix Winiwarter/Franz Karsten (!); Metad Logad/Daniel Hartl; Johannes Sucher/Attila Molnar.

Duo Fechner & Fasching führt Jugend an

Erfreulich ist das Jugendopen, wo 21 Kids am Start sind.
Die vorläufige Nr. 1 ist Felix Fechner, vom Verein Psv/Post Klagenfurt. Ihm folgt Markus Fasching (Die Klagenfurter) und ein slowenisches Trio, das angeführt wird von Gregor Globevnik, der für SS Tomo Zupan Kranj kombiniert. Fechner und Fasching gewannen jeweils ihr erstes Spiel, Globevnik hingegen musste die Punkteteilung gegen die Nr. 13, Georg Staller, akzeptieren. Schachmaty Rudens Einstieg war mit Siegen von Milena Sommer [&] Maria Krassnitzer erfreulich.

Die Nr. 2, 4 und 7 strauchelten beim B-Auftakt

Der B-Bewerb startete mit einem Paukenschlag, weil das mitfavorisierte Duo Walter Lattacher und der überraschend an den Start gehende Manfred Widowitz ihre Partien unterschiedlich verloren. Im Fall von Widowitz sehr unglücklich, weil ihm ein unerlaubtes Handyläuten das Weiterspielen untersagte. Lattacher musste sich Andreas Guetz (!) beugen – mit einem Mehrbauern aus dem Mittelspiel heraus. Gerhard Raschun, die Nr. 1, machte die ungewollte Vorgabe eines Bauern gegen Gegner Christoph Molnar zum entscheidenden Sieg im Finish locker wett. Paul Imarah wahrte seine Ambitionen in einem Turm-, Damenendspiel mit jeweils fünf Bauern über Daniel Knapp. Herbert Titz, als Nr. 4, musste dem couragierten Florian Hribernig Tribut zollen, desgleichen auch Alexandra Kogler ihrem Gegner. Josef Widowitz, Günter Szolderits und Florian Wiesbeck schaffen freilich schöne Auftaktsiege.

Spitzenpaarungen: Josef Widowitz/Patrick Di Vora; Gerhard Raschun/Ruck Helmut; Michael Schober/ Slavko Marjanovic, St. Veiter Lokalspiel: Werner Thallinger mit Alfred Eichhorn.

JACQUES LEMANS OPEN ST.VEIT 2010

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Jacques Lemans Open St. Veit 2010 Ausschreibung
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Aktueller Anmeldestand bei Chess-Results

Termin: 10. bis 18. Juli 2010
Ort: Ernst-Fuchs-Palast, St. Veit an der Glan

A-Turnier (offen für alle)
B-Turnier (< 2000 nat. Elo)
11. Jugendopen (U16 / < 1600 Elo Jg. 1994)

Gesamt-Geldpreise: € 5500.--, sowie zahlreiche exklusive Jacques-Lemans-Uhren und weitere Sach- und Ehrenpreise